Hosting

Unter Hosting versteht man das Unterbringen von Internetseiten auf dem Server eines Internet-Dienstleistungsanbieters, im Allgemeinen auch Provider oder Webhoster genannt. Das Angebot von Providern umfasst in der Regel die Bereitstellung von E-Mail-Adressen, Webspeicher, Datenbanken wie zum Beispiel MySQL, PostgreSQL oder Oracle und weiteren Produkten. Zum Service eines Providers gehört neben dem Webhosting auch das E-Mail-Hosting. Von Kunden mittels SFTP oder FTP hochgeladene Webseiten, legt der Provider üblicherweise auf seinem Webserver ab. Ein Provider übernimmt auch die Registrierung von Domains sowie gegebenfalls deren Bekanntmachung per DNS.

Der von einem Provider zur Verfügung gestellte Webspeicher wird von den Kunden in der Regel zur Veröffentlichung eigener Webseiten genutzt. Bei diesen kann es sich sowohl um private als auch um geschäftliche bzw. kommerzielle Webseiten handeln aber ebenso um komplexe Programme oder Anwendungen, die sich mittels der unterschiedlichen Script-und Programmiersprachen wie zum Beispiel PHP, ASP, ColdFusion, Perl, Python, C, Ruby oder Java erstellen lassen.

Neben solchen Kunden, die vom Webhostingangebot eines Providers Gebrauch machen, gibt es auch eine Vielzahl von Nutzern, die lediglich das E-Mail-Hosting in Anspruch nehmen.

E-Mail-Hosting erfüllt den Zweck, die Kommunikation zwischen zwei Partnern über einen oder mehrere Mailserver zu ermöglichen. Während reines E-Mail-Hosting bis zu einem gewissen Umfang in der Regel kostenlos ist, besteht für Kunden der meisten Provider außerdem die Möglichkeit, Sonderleistungen, wie zum Beispiel mehr Speicherplatz, durch ein kostenpflichtiges Upgrade zu nutzen.

Möchte man Hosting für sich in Anspruch nehmen, stellt sich natürlich die Frage nach dem für die eigenen Belange geeignetsten Provider. Die große Anzahl an Providern macht eine Entscheidung für den vermeintlich richtigen nicht eben leicht, deshalb sollte man als potentieller Kunde das Preis-Leistungsverhältnis verschiedener Provider unter die Lupe nehmen und dabei die wesentlichsten Leistungspakete vergleichen. Der Speicherplatz bzw. Webspeicher sollte zum Beispiel mindestens 100 bis 150 Megabyte und das Transfervolumen wenigstens sieben bis zehn Gigabyte betragen. Ebenso von Interesse ist die Anzahl an Domains, Subdomains, Postfächern sowie Datenbanken.

Des Weiteren ist es ratsam, die Paketpreise pro Monat, die Höhe der einmaligen Einrichtungsgebühr sowie die Servicekosten für Kundenanfragen über die in der Regel kostenpflichtigen Hotlines der verschiedenen Provider zu vergleichen. Ebenso empfiehlt sich vorab ein Vergleich des von den Providern zur Verfügung gestellten Kundenservices. Dieser unterliegt nicht selten der Bewertung zufriedener aber vor allem auch unzufriedener Kunden auf einschlägigen Plattformen im Internet. Darüber hinaus bieten zahlreiche Fachzeitschriften für Computer regelmäßige Vergleiche der wichtigsten Provider und ihrer Leistungspakete.

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